Tired
I dream to lick your blood from my hands

Sie hoerte sich glucklich an. Ob sie selbst bald zurueck will? Ich wuerde es mir wuenschen.
Aus dem Fenster steigen wird zur Gewohnheit. Wieso muss ich die Vermittlerin spielen? Sie spielt. Nicht ich, nein! Was kann ich denn dafuer? Nichts. Absolutes Nichts. Ich fuehle mich wie eine Schachfigur. Kenne den Unterschied zwischen schwarz und weiss nicht. Weiss nicht was ich tun soll, was ich sagen soll, wie ich mich verhalten soll. Muss ich mitmachen? Ich will mich nicht entscheiden muessen. Partei ergreifen, nein, das werde ich nicht. Ich kann auch nicht neutral sein, ich bin wuetend und verwirrt, und fuehle mich so hilflos. Will nicht, dass es ihn schmerzt. Ich kenne die Geschichten nicht, will auch gar nichts davon hoeren. Ich habe das Gefuehl einen picksenden Splitter in mir zu haben, und ich komme nicht ran, um ihn rauszuziehen.

Was mich auch nicht loslaesst, ist die Tatsache, dass ich nicht das Gefuehl habe, es sei vobei. Es geht nicht in meinen Kopf, ich will nicht darueber nachdenken, doch seit ein paar Wochen beschaeftigt es mich wieder. Und es laesst nicht los, ich kann es wieder einmal nicht gehen lassen. Sie fehlen mir sehr, diese typischen Gespraeche. Es muss nicht einmal diese Fragerei sein. Geht es um Praesenz?
Himmel, wie sehr ich in diesen Liedern gelebt habe. Wie vieles sich doch in den letzten Jahren veraendert hat! Und wie unendlich ich viele Zeiten vermisse. Habe ich Angst vor der Zukunft? Ein bisschen, ja.
Und ich habe nicht gelogen, als ich ein The Cure -Lied zitierte.

However far away I will always love you
However long I stay I will always love you
Whatever words I say I will always love you
I will always love you

Nicht so, wie ich andere Menschen liebe, nein, es geht auch gar nicht. Ich weiss nicht einmal, ob 'Liebe' in diesem Kontext das richtige Wort ist. Alte Gewohnheiten abzulegen ist oft nahezu unmoeglich. Oder scheint zumindest so. Ganz im Gegensatz zu sich neuen aneignen. Vielleicht ist es auch wirklich nicht mehr, als mein bekanntes Problem mit dem Loslassen. Zumindest ist dieses Gefuehl/Beduerfnis/Vermissen/darueber Nachdenken und nostalgisch werden nicht immer vorhanden. Also mache ich doch Fortschritte, oder?

Ich habe so vieles kaputt gemacht. Ich weiss, dass viele meiner Entscheidungen nicht die richtigen waren. Ich kann es nicht erzwingen, ich kann auch nicht ewig warten. Wuerde ich das? Tue ich es denn nicht, in jeder Sekunde, in der ich meine Zeit mit solchen bestimmten Dingen verbringe? Verschwendung. Die ganze Zeit, die ich hineininvestierte scheinen mir gerade wie absolute Verschwendung. Ich bin schreckhaft. Ich bin empoert, entruestet, verstoert, verwirrt, verletzt, verwundert ueber mich selbst! Ich koennte mich hinlegen, und weinen, weinen bis ich leer bin, jeden Gedanken aus mir rausheulen, schreien und um mich schlagen. Hin und her wippen, mich in den Schlaf summen, Erinnerungen nachhaengen, bis ich fast das Gefuehl habe, sie seinen real. Sie seien gegenwaertig, keine Hirngespinste, die mich von Zeit zu Zeit verfolgen. Ich frage mich, ob es bestimmte Momente sind, in denen ich besonders empfaenglich fuer diese Art von Gedankengaengen bin.

Ich kann versuchen zu vergessen, und scheitern. Ich kann mein letztes Stueck Wuerde und Stolz ueber Bord werfen, und es wieder versuchen. Und wieder. Und immer weiter, bis an das Ende der Zeit. Bis ich sterbe, und darueber hinaus. Ich koennte auf ein Neues damit beginnen abzuschliessen, doch was ist, wenn ich wieder aus allen Wolken gerissen werde? Aus meiner ertraeumten, erlebten Welt schon wieder gerissen werde? Natuerlich kann ich auch weitermachen wie bisher. Ab und an warten. Vermissen. Dann wieder ignorieren, aus meinen Gedanken verbannen. Leben.
Ich weiss nicht, was schlimmer ist. Ich kann einem 'nein' kein Vertrauen schenken. Wer weiss, was in einem halben Jahr wieder ist? Dieses moegliche 'ja', wie sehr ich es doch hasse.

Ich setze mich hin. Und ich erwarte wieder die Zeiten, in denen ich nicht vergessen habe - es wuerde mich nur noch mehr zerstoeren - sondern viel mehr gelernt habe, damit umzugehen. Ich warte.

11.11.08 21:36
 


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